Unsere Stimmen: Ophani von NPH Haiti

Im Rahmen der Serie "Unsere Stimmen" erzählt Ophani, wie sie in das Haus zurückgekehrt ist, in dem sie aufgewachsen ist, um unsere jüngeren Mädchen während COVID-19 zu unterstützen, und wie schön es ist, Paten zu haben.
Januar 20, 2021 - Haiti

Ophani zeigt ihren Unsere Stimmen-Brief, in dem sie erklärt, wie schön es ist, Paten zu haben.
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Liebe Welt,

Wie geht es Ihnen? Wie geht es Ihren Freunden, Familien und Aktivitäten? Für mich laufen die Dinge sehr gut, auch wenn es diese Pandemie gibt, die wütet und nicht aufhört, uns zu zwingen, unsere Pläne zu ändern und unsere Ziele neu zu überdenken.

Mit COVID-19 wird mir klar, dass wir wirklich Angst haben, unsere Liebsten zu verlieren, und ich verstehe auch, dass es das Beste ist, uns selbst zu schützen. Ich mache mir aber trotzdem Sorgen um mein Land, meine Familie, meine Freunde und mein Studium, weil COVID-19 alles in Frage stellt.

Wie sieht meine Zukunft aus? In Haiti beträgt die aktuelle Inflationsrate 23,8 Prozent und die Lebenshaltungskosten steigen jeden Tag, da wir nicht genug produzieren und mehr importieren als exportieren, daher wächst meine Sorge um meine Familie, die Menschen, die ich liebe, und um mich selbst. Ich hoffe nur, dass alles besser wird, denn ich würde gerne das College abschliessen und einen Job bekommen, aber wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir erhoffe, muss ich einen Weg finden, Haiti zu verlassen und woanders wieder auf den Geschmack des Lebens zu kommen.

Nachdem die Regierung erklärt hatte, dass alle zuhause bleiben sollten, wurde ich gebeten, ins St. Helene Heim von NPH Haiti zu kommen, wo ich aufgewachsen bin, um den Jüngeren zu helfen und in den Küchen zu kochen. Ich bin für eine Gruppe von Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren verantwortlich, und ich helfe ihnen, so gut ich kann. Sie sind noch jung, sie brauchen Ausgeglichenheit, um mit den Veränderungen zurechtzukommen und nicht zu gestresst zu werden.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich das erste Mal zu NPH Haiti kam. Ich kam im August 2004 mit meinem Bruder an, da war ich sieben Jahre alt. Meine Eltern waren gerade gestorben, und wir lebten bei Nachbarn, aber die konnten sich nicht mehr um uns kümmern, und so wandten sie sich an NPH, um Hilfe zu bekommen.

Seit ich nach St. Helene gekommen bin, habe ich Paten immer als Menschen betrachtet, die schwachen und gefährdeten Kindern den Zugang zum Glück und zu den Freuden des Lebens erleichtern wollen, da sie schutzlos sind. Paten sind wie jemand, auf den wir zählen können, wie unsere Eltern, wenn ich das so sagen darf. Ich habe immer dafür gesorgt, dass ich mit meinen Paten durch Briefe und Zeichnungen in Kontakt bleibe. Ich habe diesen Prozess immer genossen.

Mit der Patenschaft konnte ich die Brücke zwischen den Spendern, den Paten und den Kindern verstehen, und ich bin so dankbar für die Arbeit, die sie leisten. Ich erkenne, dass ich ohne die Patenschaft nicht von all diesen Menschen gehört hätte, die mir zu Hilfe gekommen sind, die mir am Herzen liegen und denen ich auch am Herzen liege.

Ich sage euch aufrichtig, dass ihr für mich Engel des Herrn seid. Ich könnte versuchen, das zu tun, was ihr für mich getan habt, aber ich weiss, dass es trotzdem nicht genug wäre. Ihr seid besondere Menschen mit grossen Herzen. Möge Gott euch behüten und euch weiterhin vor allem Unglück dieser Welt beschützen.

Liebevoll,

Ophani

Die Namen der Kinder wurden zum Schutz ihrer Privatsphäre geändert.

Ophani ist jetzt 24 Jahre alt. Sie ist Teil des Don-Bosco-Hochschulprogramms, wo sie vier Jahre lang KMU-Management an der Quisqueya-Universität studiert. Sie rechnet damit, im Jahr 2022 fertig zu sein. Sie möchte in Zukunft Ingenieurin oder Wirtschaftswissenschaftlerin werden

Sie können inspirierende Kinder und Jugendliche wie Ophani unterstützen, indem Sie für unsere Programme spenden oder indem Sie eine Patenschaft übernehmen. Wenden Sie sich an NPH Schweiz, um zu erfahren, wie Sie die NPH Familie unterstützen können.

Ophani*   
Universitätsstudentin und Patenkind bei NPH Haiti

 

 

 

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