Unsere Stimmen: Lucia von NPH El Salvador

Lucia ist eine engagierte Universitätsstudentin, die Psychologie studiert. In ihrem Unsere Stimmen-Brief teilt sie ihre Gedanken und Sorgen über die COVID-19-Krise und die Auswirkungen auf ihre Familie und die Gemeinden in El Salvador.
Februar 12, 2021 - El Salvador

Lucia* verziert ihren Our Voices-Brief.
1/4

Liebe Welt,

Mein Name ist Lucia*, ich bin 23 Jahre alt und studiere Psychologie an der UMA (Universidad Modular Abierta) Universität, derzeit im fünften Jahr. Es ist mir eine Freude, meine Gefühle und Gedanken über die COVID-19-Krise auszudrücken, mit der wir leben.

Während dieser Pandemie, die inzwischen die ganze Welt erfasst hat, fühle ich mich traurig und besorgt. Ich bin niedergeschlagen, dass so viele Menschen, vor allem in El Salvador, ihre Arbeit verloren haben und keine Nahrung, Medikamente oder wirtschaftliche Stabilität haben und obendrein einige von ihnen den Kampf gegen COVID-19 verloren haben.

Ich bin auch traurig, weil die Pandemie einen grossen Einfluss auf die psychische Gesundheit der Menschen hat. Sie hat Sorgen, Stress und Angst mit sich gebracht, weil die Vorsichtsmassnahmen getroffen wurden, was die Art und Weise verändert hat, wie die Menschen ihren Aktivitäten nachgehen, die den von den Behörden festgelegten Massnahmen entsprechen.

Wir sind bei NPH El Salvador privilegiert, weil wir Bereiche haben, in denen wir uns bewegen und austauschen können, immer unter Berücksichtigung der präventiven Massnahmen, die vom medizinischen Personal angeboten werden.

In meinem persönlichen Fall mache ich mir Sorgen um meine biologische Familie, weil diese Pandemie auch eine wirtschaftliche und psychologische Krise verursacht hat. Ich denke, dass sie vielleicht nicht die wirtschaftliche Stabilität haben, die sie vorher hatten. Das könnte ihre Fähigkeit beeinträchtigen, ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Aber wir kämpfen alle gegen COVID-19, damit es bald endet, indem wir Vorsichtsmassnahmen treffen und im Glauben beten.

Ich möchte Ihnen erzählen, dass ich im Alter von 9 Jahren im Jahr 2007 mit meinen vier Geschwistern zu NPH kam. Damals ging ich in die vierte Klasse. Ich kam, weil ich das Bedürfnis hatte, eine stabile Familie zu haben und die Möglichkeit, mich sicher und beschützt zu fühlen; persönlich und beruflich zu wachsen; ein positives Leben mit Prinzipien und moralischen und geistigen Werten zu haben.

Ich habe viele Träume und Ziele und meine Hoffnung für die Zukunft ist, dass diese Pandemie bald endet, damit wir unseren normalen Aktivitäten nachgehen und mit unserer Familie und unseren Freunden zusammen sein können. Damit dies endet, müssen wir näher zu Gott kommen, Glauben haben und darauf vertrauen, dass das Gebet mächtig ist.

Das Leben in der Quarantäne ist nicht einfach, aber bei NPH haben wir verschiedene Freizeitaktivitäten unternommen (Fussball-, Basketball- und Volleyballturniere, Spiele, die von den Betreuern und den Jugendgruppen geleitet wurden, Zumba-Kurse usw.), spirituelle Aktivitäten (Rosenkranzgebet, individuelle Gebete in der Kapelle usw.), und auch die Mädchen haben an verschiedenen Schönheitsprojekten teilgenommen (lernen, wie wir unsere Haare frisieren, Pediküre und Maniküre machen) und auch die Hausaufgaben von der Schule (Handouts). Eine meiner Lieblingstätigkeiten war es, den jungen Damen der Abteilung, die ich betreut habe, zu helfen, z.B. bei den Hausaufgaben. Es ist befriedigend für mich und ich bin sehr stolz darauf, dass sie mit grossem Einsatz daran arbeiten, Experten oder Fachkräfte zu werden wenn sie erwachsen sind.

Menschen zu haben, die mich auf so unterschiedliche Weise unterstützen, ist einer der grössten Segnungen in meinem Leben. Sie haben grossartige Arbeit geleistet, so dass ich in der Lage bin, meine persönlichen und beruflichen Ziele weiter zu erreichen, um eine effizientere Mitwirkende in meiner Gemeinschaft zu werden.

Die Unterstützung meiner Paten zu spüren macht mich sehr glücklich, weil sie Teil meines Lebens sind und ich sie als Teil meiner Familie betrachte. Ich teile mit ihnen die Geschichte meines Lebens, mein Glück und meine Erfolge. An besonderen Daten wie meinem Geburtstag oder Weihnachten erhalte ich eine Grusskarte von ihnen und mein Herz füllt sich mit Glück und Freude, weil sie sich um mich kümmern und mein Glück teilen.

Einen Paten oder eine Patin zu haben, bedeutet für mich, einen Vater, eine Mutter, einen Freund und Begleiter zu haben, auf den ich zählen kann. Die Freundschaft mit meinen Paten besteht seit 13 Jahren und sie hat einen grossen Einfluss auf mein Leben gehabt. Dank ihnen erhalte ich Essen, ein Zuhause, Kleidung und Bildung, was für mich grundlegend ist.

Dank ihnen konnte ich die 9. Klasse und das Gymnasium abschliessen und studiere derzeit an der Universität.

Spender, Betreuer, Paten: Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die Sie leisten, für die Veränderung, die Sie in meinem Leben bewirkt haben. Dank Ihnen und NPH hat sich mein Leben auf eine aussergewöhnliche und positive Weise verändert. Ich fühle mich sehr glücklich und gesegnet, dass ich diese grossartige Chance, die ich erhalten habe, nutzen kann, um die Träume zu verwirklichen, die ich hatte, als ich ein Mädchen war.

Sie sind immer in meinen Gedanken und Gebeten.

Gott segne Sie!

Lucia

*Name aus Datenschutzgründen geändert.

Möchten Sie einen Einfluss auf das Leben unserer Kinder bei NPH haben? Sie können eine Patenschaft für ein Kind übernehmen oder unsere Bildungsprogramme unterstützen, damit unsere Jugendlichen wie Lucia zur Universität gehen und in der Gemeinde, in der sie lebt, etwas bewirken können. Unterstützen Sie noch heute die Programme von NPH, indem Sie sich an NPH Schweiz wenden.

Lucia*
Studentin - NPH El Salvador

 

 

 

Mehr Nachrichten von El Salvador


Wie Helfen

 

Bestellen Sie unseren Newsletter