Unsere Stimmen: Lisset von NPH Dominikanische Republik

Lisset von NPH Dominikanische Republik berichtet uns in ihrem Brief "Unsere Stimmen" von ihren Sorgen während der COVID-19 Pandemie.
November 16, 2020 - Dominikanische Republik

Lisset zeigt ihren Brief Unsere Stimmen.
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Liebe Welt!

Ich bin Lisset und bin 18 Jahre alt. Ich wohne in Casa Santa Ana und gehöre zur dominikanischen Familie von NPH. Ich schreibe gerne Briefe. Besonders gerne schreibe ich an Pateneltern und erzähle ihnen, wie es mir geht und wie ich mich fühle. Ich höre auch immer gerne von ihnen. Dieses Mal schreibe ich an die gesamte Familie von NPH und vielleicht noch an viele andere Menschen.

Ich möchte nicht mit etwas Negativem beginnen, aber ich muss COVID-19 erwähnen. Schließlich betrifft es uns alle. Nicht nur unser Land, sondern jedes Land auf der Welt. Viele Länder mit großer Armut sind am stärksten betroffen, wie z.B. Haiti, weil es dort an Arbeitsplätzen fehlt. Das bedeutet, dass es schwieriger ist, Nahrung, Unterkunft und Kleidung zu erhalten. Auch mein Land, die Dominikanische Republik, ist von anderen wirtschaftlichen Situationen betroffen, denn es gibt Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und zu Hause nichts mehr tun können. Es gibt eine große Zahl armer Familien, die staatlichen Restriktionen unterworfen sind, die mitten in der Situation gefangen sind. Sie haben Angst vor dem Verhungern, aber auch vor Problemen mit der Polizei, wenn sie sich nicht an die Ausgangssperre und die protokollarischen Maßnahmen halten.

Es gibt viele Menschen, die kein Wasser haben und hoffen müssen, dass andere Menschen die Großzügigkeit und Demut haben, mit ihnen zu teilen. Der COVD-19-Virus hinterlässt mehr als Tausende von Toten, und nur wenige haben sich erholt. Aber mit dem Glauben und der Hoffnung, dass diese Pandemie mit Gottes Hilfe schnell vorübergehen kann, kann die gesamte Weltwirtschaft wieder so werden, wie sie vorher war und alles wieder richtig funktionieren.

In dieser Situation habe ich mich sehr unwohl gefühlt, weil viele Menschen sterben, weil es an Nahrung, Unterkunft und Arbeitsplätzen mangelt. Die ganze Welt ist gelähmt, aber die Regierung ergreift viele Maßnahmen, um dem dominikanischen Volk zu helfen. Ich hoffe, dass dieses Virus aufgrund der Maßnahmen, die die Behörden ergreifen, so bald wie möglich verschwinden wird, damit alles wieder so ist, wie es war. Damit die Menschen ihr Leben wieder aufnehmen können und die Schulen wieder normal sind. In diesen Zeiten mache ich mir Sorgen um meine Familie, denn ich kann nicht mit ihnen reden, ich weiß nicht, wie es ihnen physisch und finanziell geht.

Während dieser Pandemie habe ich verschiedene Aktivitäten durchgeführt, wie zum Beispiel einen Workshop in Italienisch und Englisch, an dem ich in meiner Freizeit teilnehme. Ausserdem spiele ich ab und zu ein wenig Volleyball.

Ich kam am 27. Juli 2011 zur NPH Familie. In diesen Momenten fühle ich die Gesellschaft meiner Paten, denn sie waren immer für mich da und bereit, alles zu tun, was nötig ist, damit ich eine bessere Zukunft habe. Für mich ist ein Pate wie ein Vater oder eine Mutter. Sie zeigen ein Interesse daran, mir zu helfen und mir die nötige Unterstützung zu geben, auch wenn sie nicht meine leibliche Familie sind.

Ich danke Ihnen allen, die uns weiterhin unterstützen. Ich weiß, dass es in diesen Zeiten nicht einfach sein kann. Aber Sie helfen uns in entscheidenden Zeiten.

Mit herzlichen Grüßen,

Lisset

Die Namen vom Kind wurde geändert, um die Privatsphäre des Kindes zu schützen.

Lisset besucht derzeit die Schule von NPH und geht in die 11. Klasse. Sie hat drei Geschwister, die ebenfalls im Casa Santa Ana leben.

Interessiert daran, Jugendliche wie Lisset dabei zu unterstützen, ihr Studium zu beenden? Besuchen Sie Ihr örtliches NPH Büro um zu sehen, wie Sie helfen können.

Lisset   
Jugend und Patenkind bei NPH Dominikanische Republik

 

 

 

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