Die Hochrisiko-Entbindungsstation der St. Damien Kinderklinik: Ein einzigartiges Programm in Haiti

Die Kinder- und Mutterschaftsprogramme von NPH Haiti haben sich entwickelt, um eine Lücke in der Intensivpflege zu schliessen. Das Team erfüllt nicht nur ein wichtiges Bedürfnis, sondern bietet einer unterversorgten Bevölkerung eine hervorragende medizinische Versorgung.

Eine Frau wird in das St.-Damien-Rita-Merli-Programm für Risikoschwangerschaften aufgenommen.

Das Rita-Merli-Mutterschaftsprogramm von St. Damien Kinderspital

Das Rita-Merli-Mutterschaftsprogramm von St. Damien Spital öffnete seine Türen direkt nach dem Erdbeben von 2010.

Mehr als 50 Krankenhäuser wurden bei dieser Katastrophe beschädigt. St. Damien hat allein im ersten Jahr etwa 2.000 schwangere Risikopatientinnen behandelt.

Das Programm hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und konzentriert sich nun auf Risikoschwangerschaften in Verbindung mit der Neugeborenenstation.

Seit 2015 wird es von Programmdirektor Dr. Inolson Davilmar geleitet, der an der Université d'État d'Haiti (UEH) Medizin studiert und zehn Jahre bei «Ärzte ohne Grenzen» verbracht hat.

Das einzige seiner Art in Haiti: Programm für Risikoschwangerschaften

Im Rahmen des Rita-Merli-Programms werden jährlich etwa 3.000 Babys geboren (etwa 250 pro Monat). Das Personal besteht aus 15 Teilzeit- und Vollzeit-Geburtshelfern, acht Hebammen, 24 Krankenschwestern und 24 anderen professionellen Hilfskräften.

Jeden Monat empfängt das Programm mehrere ehrenamtliche Klinikärzte aus Italien, den Niederlanden und anderen Ländern.

Das Rita-Merli-Team arbeitet eng mit der St. Luke Foundation for Haiti, dem Manitane Women's Health Center und den St. Luke Clinics in den Slums zusammen.

In Haiti gab es in der Vergangenheit nur drei qualitativ hochwertige Entbindungskliniken.

Eine davon befand sich im Stadtteil Delmas 33 in Port-au-Prince und wurde von «Ärzte ohne Grenzen» betrieben, aber sie wurde 2018 geschlossen. Die anderen sind das Universitätskrankenhaus in Mirebalais und unser St. Damien.

Weit mehr Patienten, belastende Ressourcen

Die Schliessung einiger Gesundheitseinrichtungen und die schlechte Leistung anderer haben das Volumen und die Art der Fälle, die nach St. Damien kommen, stark beeinträchtigt.

Dr. Davilmar vergleicht die Statistiken von Oktober 2017 bis Januar 2019:

"Wir erhielten 751 Schwangerschaften, aber leider konnten wir wegen Bettenmangels nur 270 aufnehmen. Diese überzähligen Patienten haben wir in andere Krankenhäuser verlegt. Im Oktober 2018 stieg die Zahl der eingegangenen Patientinnen um 40 Prozent auf 1.054 Schwangerschaften. Wir konnten nur 319 Patienten aufnehmen".

Die Station hat im Durchschnitt 150 Entbindungen plus 100 Kaiserschnitte pro Monat.

In Zukunft hofft das Programm, die Zahl der Betten zu erhöhen und eine Intensivstation hinzuzufügen.

Denso Gay   
Communication Officer

 

 

 

 

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