Die Möglichkeit, unsere Hoffnungen und Träume zu verwirklichen

Weihnachten ist eine besondere Zeit im Jahr für Maribel, die 2005 in Casa Padre Wasson ankam. Jetzt beendet sie ihr Dienstjahr und blickt dank der Möglichkeiten, die ihr NPH bietet, mit neuem Optimismus auf das Jahr 2021.
Dezember 16, 2020 - Bolivien

Maribel kam 2005 zusammen mit ihrem älteren Bruder zu NPH Bolivien.
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Im ersten Jahr nach der Eröffnung von NPH Bolivien kam Maribel* mit ihrem Bruder an, als sie 4 Jahre alt war. Jetzt, nach 15 Jahren im Heim, beendet Maribel ihr Dienstjahr und freut sich darauf, im nächsten Jahr ihr Studium zu beginnen.

Bevor sie zu NPH kam, lebte Maribel mit ihrer Familie in La Angostura, einem kleinen Ort 46 Kilometer südlich der Stadt Santa Cruz, am östlichen Rand des Andengebirges der Cordillera Oriental gelegen. Ihre Mutter starb, bevor Maribel 1 Jahr alt wurde, und ihr Vater verließ für längere Zeit das Haus, um zu arbeiten und die Familie zu unterstützen.

"Ich erinnere mich nicht an viel aus meinem Leben vor Casa Padre Wasson, aber ich erinnere mich daran, dass ich mit meinem Bruder allein zu Hause war, während mein Vater arbeiten war", erinnert sich Maribel. "Und manchmal blieb mein Bruder auch bei seinem Freund zu Hause, so dass ich ganz allein war."

Bevor sie fünf Jahre alt wurde, fiel die Entscheidung, sie und ihren Bruder zu NPH zu bringen. Mit der neuen Umgebung und den neuen Menschen waren die ersten Wochen besonders schwierig für die junge Maribel.

"Am Anfang war es schwierig, ins Heim zu kommen, weil ich meinen Vater nicht verlassen wollte", erklärt sie. "Ich war ein sehr schüchterner Mensch als ich ankam, und hier waren so viele Menschen, die ich nicht kannte."

Im Laufe ihres ersten Jahres bei NPH fühlte sich Maribel immer wohler und selbstbewusster, und sie begann, neue Freunde zu finden. Sie füllte ihre Zeit mit all den Veranstaltungen, die das Heim anbot, und sie genoss es besonders, jeden Monat die Geburtstage der Kinder zu feiern.

Jetzt, nach 15 Jahren, hat Maribel aus erster Hand gesehen, welche Möglichkeiten das Heim bietet und wie sie die Chance bekommen hat, nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie zu verändern.

"Durch meine Erfahrungen hier habe ich mehr Verantwortung übernommen. Ich habe mein Studium verbessert, gelernt, hart zu arbeiten, und meinen Glauben gestärkt", sagt sie. "Ich bin so dankbar, dass ich das, was ich gelernt habe, nutzen kann, um mein Leben und das Leben meiner Familie zu verbessern und anderen in Not zu helfen."

Eine der Besonderheiten bei NPH, so Maribel, ist, dass alle eine große Familie sind. Dieses Gefühl ist in der Weihnachtszeit am stärksten zu spüren.

Am Weihnachtstag beginnt das Heim den Tag mit der Verteilung der Geschenke an jedes Kind neben dem Weihnachtsbaum. Am Abend spielen die jüngeren Kinder Szenen des Krippenspiels vor dem ganzen Haus nach. Nach dem Stück isst das Haus ein besonderes Abendessen zusammen und tanzt dann die ganze Nacht hindurch.

"Mein Lieblingsteil jede Weihnachten ist das Abendessen, weil wir alle wie eine Familie zusammen sein können und an diesem besonderen Tag eine Mahlzeit teilen", sagt sie. "Wir sind alle wie Brüder und Schwestern zueinander und jeder lächelt und hat eine tolle Zeit."

Auf Weihnachten folgt schnell das neue Jahr. Wenn das Jahr 2021 naht, wird Maribel ihr Dienstjahr beenden, in dem sie in unserer Lager- und Einkaufsabteilung sowie sechs Monate als Betreuerin in unserem jüngsten Haus, San Gabriel, gearbeitet hat.

Während ein Kapitel endet, beginnt ein anderes. Maribel wird ihr Universitätsstudium in der Stadt Santa Cruz beginnen, wo sie entweder Buchhaltung oder Architektur studieren möchte. Sie freut sich darauf, mehr von ihren Freunden und ihrer Familie sehen zu können, die näher an der Stadt sind, und das nächste Kapitel in ihrem Leben zu beginnen.

"In den kommenden Jahren hoffe ich, mein Studium mit guten Noten abschließen zu können, einen Job zu finden, entweder alleine oder mit meinem Vater zu reisen und mehr Zeit mit denen zu verbringen, die meine Familie geworden sind", sagt Maribel.

Auf ihrem weiteren Weg zum Erfolg wird sie nie vergessen, welchen Einfluss NPH nicht nur auf sie, sondern auch auf ihre Familie hatte. Sie ist dankbar für die Möglichkeiten, die sie bekommen hat, und wird nie vergessen, wie sich ihr Leben verändert hat, als sie bei NPH ankam.

"Bei NPH sind wir alle als eine Familie vereint und bekommen die Möglichkeit, unsere Hoffnungen und Träume zu verwirklichen", schließt Maribel ab. "Ich wünsche auch Ihnen ein frohes Weihnachtsfest."

*Die Namen der Porträtierten wurden zum Schutz ihrer Privatsphäre geändert

Unterstützen Sie diese Weihnachten das Heim von NPH Bolivien mit einer Spende. Klicken Sie hier um zu spenden.

Brad Bobel   
Kommunikationsbeauftragter


You may be only one person in the world, but you may be all the world to one child.
—Fr. William Wasson

 

 

 

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